Funktionelle Konzeption:

Der Erweiterungsbau ist als unabdingbare Ergänzung zu sehen, welche quasi die neue Lebensader für den Altbau darstellt. Es sind hier Funktionen untergebracht, die im historischen Bau keinen angemessenen Platz gefunden hätten.

Ein neu konzipiertes Fluchttreppenhaus, welches den Anforderungen der Bauordnung und des Brandschutzes vollauf gerecht wird, versorgt Alt- und Neubau.

Eine Hauptzuwegung - ebenerdig zur Straße - konnte nur über ein Foyer eines Erweiterungsbaus erfolgen.

Ein zwischen den Gebäuden geplanter Aufzug dient barrierefrei sämtliche Geschosse an.

Eine Vielzahl von dienenden Nebenräumen hätten den begrenzten Platz im Altbau auf eine Minimalausstattung des Museums reduziert. Das Museum hätte nicht in gleichem Maße an Attraktivität gewonnen wie mit Erweiterungsbau. Die Räume im Altbau sind mit den zahlreichen historischen Wandfassungen noch wertvoller geworden. Funktionsräume hätten hier die Substanz weiter gefährdet.

So finden sich gleich im Erdgeschoss des Anbaus Mitarbeiterbüros, Museumspädagogik und Museumsshop. Ein großer, zweigeschossig offener Raum bietet flexibel Gestaltungsmöglichkeiten für besondere Exponate bis zu 7 Metern Höhe.

Im 1. Obergeschoss werden Sonder- und Wechselausstellungen (in einem voll klimatisierten Raumbereich) zu sehen sein. Von der Emporengalerie hat man einen guten Blick in das Erdgeschoss.

Im Dachgeschoss findet die museumseigene Bibliothek einen würdigen Standort mit herrlichem Ausblick über die Stadt. Im Übrigen finden sich hier die Toilettenanlagen für das gesamte Gebäude. VomKonzertraumim Altbau sind diese über eine halbgeschossige Treppe zu erreichen.

EG Erweiterungsbau Zweigeschossiger Raum für spezielle Exponate und/oder Sonderausstellungen

Gestalterische Konzeption:

Der Erweiterungsbau orientiert sich hinsichtlich der Gebäudelinie an dem 1972 abgebrochenen barocken Nebengebäude, welches immer Bestandteil der Gesamtanlage seit 1717 gewesen ist.

Der neue Bau ist weitgehend transparent und durchlässig. So ist der Blick von der Eulengasse durch das Gebäude hindurch bis zum Park möglich.

Das Treppenhaus dokumentiert die Nahtstelle zwischen Neu und Alt, wobei die Grenzen des historischen Baus klar erkennbar bleiben.
Zum Hof hin bildet die Wasserpforte in der Mauer zur Gersprenz einen Orientierungspunkt. Die leichte Biegung in der Fassade wurde mit einem Kreissegment konstruiert, dessen Mittelpunkt direkt vor der Wasserpforte liegt.

In der Mittelzone ist der Baukörper geschlossen und schottet sich nach aussen ab. Hier sind die klimatisierten Raume der Bibliothek und des Archivs untergebracht.

Das Dach ist wieder leicht konstriert, es fliegt quasi über dem Massivbau. Durch die Verglasung rundum wirkt es transparent.

Aussenbereich:

Er dient als Bestandteil des Museums, als erweiterter Ausstellungsraum für spezielle Exponate.

Darüberhinaus sind vielfältige Veranstaltungen denkbar. Eine Treppe führt direkt in den Keller zur Restauratoren- und Blaufärberwerkstatt.

Das Parkgelände wird stärker als bisher in das Ensemble miteingebunden.


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